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Wirtschaftsjunioren und OB besprechen Würzburg-Themen

Der Termin hat Tradition: Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Würzburg treffen sich einmal im Jahr mit dem Stadtoberhaupt, um Belange der jungen Wirtschaft zu erörtern. Im Mittelpunkt dieses Jahr: Würzburg als Einkaufsstadt.

Im persönlichen Gespräch mit Oberbürgermeister Georg Rosenthal thematisierten die Wirtschaftsjunioren insbesondere Aspekte von wirtschaftlicher Bedeutung. Dabei zeigte sich der Oberbürgermeister gewohnt zielstrebig und aufgeschlossen. Kreissprecher Thomas Görgens, die Leiterin des WJ-Arbeitskreises Wirtschaft und Politik, Urte Pieconka, sowie Alexander Amend sprachen mit dem Thema „Würzburg als Einkaufsstadt“ ein nachhaltiges Entwicklungsziel des Oberbürgermeisters an. Die Erweiterung der Fußgängerzone und Verlegung der Tiefgarageneinfahrt vom Oberen Markt würden zu einer stimmigen Anbindung von Kaiserstraße, Theaterstraße, Spiegelstraße und des Kardinal-Faulhaber-Platzes führen. Auf die Geschwindigkeit des Projektes angesprochen, verwies das Stadtoberhaupt auf Entscheidungen betroffener Eigentümer.

Gute Erfahrungen der Zusammenarbeit mit dem betroffenen Handel und Eigentümern würden mit der Entwicklung der Kaiserstraße gemacht. Ähnlich soll nun der Fußgängerzonenausbau voran gehen, wobei um die Eichhornstasse auch Baumanpflanzungen geplant sind. Somit werde dem Gedanken „Grün / Wohnen/ Gewerbe / Nachhaltigkeit“ auf Rechnung getragen. Verärgert zeigte sich der Oberbürgermeister im Kontext Einzelhandel über die aktuelle Entwicklung des Wertheim Village. Dieses habe mittlerweile nicht nur Outletcharakter, sondern nehme immer mehr Sortimente mit Innenstadtcharakter auf.

Enttäuscht zeigte er sich auch über den Verlauf zur Diskussion des „Verkaufsoffenen Sonntags“ – insbesondere auf der Seite derjenigen, die vermeintlich die Fahne der wirtschaftlichen Interessen gerne hoch halten. Auch die Sanierung des Bahnhofs verlief zunächst zu schleppend, aufgrund direkter Kontakte mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bahn AG ist der Oberbürgermeister jedoch grundsätzlich positiv gestimmt.

Im Rückblick zeigte sich der Oberbürgermeister mit den angestoßenen Entwicklungen zufrieden und immer noch sehr erfreut über den positiven Bürgerentscheid zur Fachhochschule, der gerade auch im Wettbewerb zu Schweinfurt sehr hoch einzuschätzen sei. Dies habe die Glaubwürdigkeit der Stadt gestärkt und auch zu den jüngsten Erfolgen, wie den Zuschlag bei der Landesgartenschau, maßgeblich beigetragen. Mit Stolz berichtete er über den zweistufigen internationalen Wettbewerb für das Areal der Leighton Barracks in nur eineinhalb Jahren. Die universitären Gebäude sind bereits im Bau. Die Nachhaltigkeit der Investitionen soll wie seinerzeit 1990 für die Zellerau auch hier gegeben sein. Die besondere Chance im Gegensatz zur Landesgartenschau 1990 sei für 2018, dass eine Konversionsfläche in zivile Nutzung gewandelt werde. „Wohnen, Gewerbe und Landesgartenschau verbinden sich in einem Projekt, in das die Universität mit eingebunden ist, weshalb, eine ganze Stadtteilentwicklung bevorsteht.“ Hier würden auch neue Gewerbeflächen entstehen, für die es bereits zahlreiche namhafte Interessenten gebe.

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Urte Pieconka, Leiterin AK Wirtschaft & Politik (WJ) und Alexander Amend (WJ) zu Besuch
bei Oberbürgermeister Georg Rosenthal mit dem WJ-Vorstandssprecher Thomas Görgens